Die Optimale Behandlung von PatientInnen kombiniert mit der Kostenverantwortlichkeit für die Allgemeinheit

Die wichtigste Aufgabe von Behandlungsteams ist es, den Patienten die individuell benötigten medizinischen Massnahmen rasch und unkompliziert zukommen zu lassen.

In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich hierbei die sogenannten Biologika als unverzichtbarer Baustein vieler Basistherapien etabliert, auch aufgrund ihres guten Wirkungs-/Nebenwirkungsprofils. Tatsächlich gelingt es oft nur durch den Einsatz eines Biologikums die zum Beispiel durch eine Rheumaerkrankung hervorgerufene Gelenksentzündung vollständig zu unterdrücken und den schleichenden Verlust der Lebensqualität zu verhindern. Die Biologika ermöglichen es also, die Funktionsfähigkeit des Patienten im Alltag langfristig zu erhalten.

Eine weitere wichtige Aufgabe von Ärzten und medizinischen Pflegefachkräften ist es, mit den durch die Allgemeinheit im Gesundheitssystem zur Verfügung gestellten Mitteln verantwortungsvoll und rational umzugehen. Dem nachzukommen ist im Alltag nicht immer einfach, vor allem dann, wenn der Patient bestmöglich behandelt werden soll und die optimale Behandlung teuer ist.

Mit der Zulassung von Biosimilars verfügt das mit der Behandlung von Patienten betraute Personal nun über die Möglichkeit beide Aspekte zu kombinieren: die optimale Behandlung des individuellen Patienten und die Kostenverantwortlichkeit für die Allgemeinheit. Der Einsatz eines Biosimilar stellt eine kostenbewusste Alternative zum Referenzprodukt dar und ermöglicht eine gleichwertige Therapie. Ich persönlich denke, dass wir Ärzte diese, sich durch das Biosimilar ergebende, Chance nutzen sollten. Der Einsatz eines Biosimilar kann dazu beitragen unsere therapeutische Freiheit im Umfeld des zunehmenden Kostendruckes zu erhalten – im Sinne des Patienten.

Prof. Dr. med. Ulrich A. Walker
Leitender Arzt Rheumatologie
Universitätsspital Basel

Prof. Dr. med. Ulrich A. Walker
Leitender Arzt Rheumatologie
Universitätsspital Basel
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